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Der Aufbau einer Indoor-Plantage.

Teil 1 : Standortwahl

Am besten geeignet für einen erfolgreichen Indoor-Plantage sind Kellerräume. Zum einen bieten diese das ganze Jahr über beinahe gleichbleibende Temperaturen, zum anderen lässt sich ein Kellerraum fast hermetisch abdichten. So dass dadurch der Befall von Schädlingen minimiert und die Geruchsentwicklung mit guter Filteranlage komplett unterbunden wird. Bei uns in Holland, wo bekanntlich die meisten Häuser wenig unterkellert besitzen, wird oft auf Dachböden angebaut. Das hat zur Folge, das im Sommer, wenn unterm Dach Temperaturen über 40° und mehr herrschen, qualitativ minderwertiges Gras produziert wird. Indoor-Grower sind sich einig, dass die Temperatur in der Plantage max. 30° haben sollten, jedoch diese nicht überschreiten sollten, um eine gute, gleichbleibende Qualität zu erreichen.

 
Einige Leute die die Möglichkeit haben benutzten Schuppen oder Gewächshäuser zum Anbauen. Ich habe da schon die abenteuerlichsten Standorte gesehen. Am wichtigsten finde ich ist die absolute Abschottung nach außen. Wenn das Gras blüht, entwickelt es heftigsten Geruch. Der darf nicht nach draußen. Ebenso wenig die Geräusche der Be- und Entlüftung sollten von draußen war genommen werden. Viele Indoor-Anlagen fliegen eben durch die Nichtbeachtung dieser Regeln auf, denn die meisten von uns haben Nachbarn, und der Nachbar ist der beste Spitzel!!! Also, hat man seinen Standort gewählt, beginnt man damit, ihn gründlichste zu reinigen und so hell wie möglich zu machen. z. Bsp. frischer Anstrich, oder aus dem Growladen um die Ecke eine Wandfolie holen und Montieren.

 
Dann sollte man sich im Klaren sein, in welcher Größenordnung man anbauen will. Also Anzahl der Leuchtmittel und Pflanzen. Danach unterteilt man am besten den Raum. Denkt dran, dass auch Platz zum Ernten und Trocknen bleiben muss. Außerdem sollte das Anbaugebiet durch Gänge begehbar sein, um jederzeit an alle Pflanzen zu kommen.

Teil 2: Beet anlegen und Erdmischung.

Nachdem Du den Standort gewählt hast, geht es ans Beet anlegen. Natürlich geht das Growen auch in Blumentöpfen, aber in einem Beet hast Du bessere Erträge, weil die Wurzeln der Pflanzen sich besser ausbreiten können.

 
Zuerst die Größe. Ich hatte eine Fläche von ca. 6 qm2 bestückt mit 100 Pflanzen. Für die Bettumrandung kann Feuchtigkeits-beständiges Holz oder ähnliches mit einer Höhe von ca. 40 cm verwendet werden. Das wird miteinander verschraubt. In dieses Viereck kommt zuerst Dämmung gegen Bodenkälte, zum Beispiel Styropor oder Kokosmatten. Darauf eine dicke Teichfolie um Schimmel zu vermeiden. Dann ca. 8 cm Blähton als Wasserspeicher. Als nächstes spannt man ein Flies, damit die Erde nicht direkt auf dem Blähton liegt. Und dann die vorbereitete und gemischte Erde.

Die Erdmischung !

Zuerst rechnet man den Inhalt aus, den Du brauchst. Dann wird wie folgt gemischt:
2/3 Blumenerde, 1/3 Komposterde, dazu mischt Du dann getrockneten Kuhdung (Pferdemist, Hühnermist), Urgesteinsmehl, Hornspäne und Vogelsand mit Muschelkalk. Dann mischt Du die Erde entweder selber durch, oder lässt das in einem Gartencenter machen. Ist der PH Wert zu hoch, gib einfach noch etwas Kalk hinzu. Ist er zu niedrig, fehlt noch etwas Stickstoff, oder Phosphat oder Nitrat. Dafür gibt es Messtischen im Gartenfachhandel oder wer es Professioneller möchte kann auch im Growladen ein Messgerät kaufen.

 
Mir reichen die Stäbchen allemal. Achte drauf, das die Erde beim einfüllen nicht zu sehr verdichtet ist. Das hilft den Wurzeln, sich besser auszubreiten. In das nun gefüllte Erdbeet kommen nun noch 2 bis 3 Dosen Mistwürmer oder Tauwürmer rein. Die gibt es in jedem Angelladen. Würmer sind für die optimale Bodenbeschaffenheit essenziell. Lass die Erde mit Folie eine Woche abgedeckt stehen, bevor du die „Mädels“ einsetzt. Ich für meinen Teil bereit in diese Warmphase meine Sämlinge vor und Keime sie.

Die Be- und Entlüftungsanlage

Das richtige Klima ist für eine hohe Ernte mit Spitzenqualität extrem wichtig. Rechne zuerst den Rauminhalt aus. Mit diesem Wert gehst Du in einen Grow-Shop und kaufst den passenden Abluftventilator mit passendem Kohlefilter. Dazu benötigst Du natürlich dann auch einen Frischluft Ventilator, der die abgesaugte Luft durch Frischluft ersetzt. Der Abluft- Ventilator wird, wenn möglich, direkt über den Lampen montiert. So leitet er im Betrieb die Wärme, die deine Lampen erzeugen, direkt aus dem Raum.

 
Der Zuluft- Ventilator muss so ausgerichtet werden, dass die Frischluft nicht direkt auf die Pflanzen strömt. Sollen sich doch nicht erkälten, deine Babys. Hinter den Filter der Abluftanlage setzt Du noch einen Schalldämpfer. Kann man mit einfachsten Mitteln selber bauen, Anleitung hierzu findest Du im Netz zuhauf. Ich habe die besten Erfahrungen mit Überdruck gemacht. Das bedeutet, ich habe während der Lichtphase mit einem zweiten, kleinen Ventilator durchgehend Frischluft eingeblasen und so einen leichten Überdruck erzeugt, der die Warmluft dann durch den Filter nach draußen drückte. Dadurch bleiben die Temperaturen im Rahmen und die Luftfeuchtigkeit steigt nicht zu hoch an.

 
Die Temperaturen sollten wie gesagt 30 Grad nicht übersteigen. Mit der Luftfeuchtigkeit musst Du wechseln. Am Anfang 70 – 80 %, in der Blüte ca. 60% und gegen Ende der Blüte auf 40 – 50% reduzieren. Am besten das Klima über einen Thermostat und einem Hygrostat regeln.

Einsetzen der Setzlinge

Alle Vorarbeiten sind getan, nun kommt der angenehme Teil der Sache. Die Erde ist vorbereitet, Lüftung, Lampen und Schaltelektronik haben einen Probelauf hinter sich und die Setzlinge sind vorbereitet. Mach dir vorher einen Plan, wie du die Setzlinge am günstigsten anordnest. Dann entferne die kleinen Töpfe, in denen deine Setzlinge bisher gewachsen sind. Achtet darauf, dass Du die feinen Wurzeln nicht beschädigst. Nun setze die „Ladys“ in die lockere Erde, so dass der jiffy Torf Quelltöpfe vollständig mit Erde bedeckt ist.

 
In den ersten 3 – 5 Tagen hängst du die Lampen ca. 1.20m – 1.50m hoch über den Pflänzchen, zum bewurzeln. Die Luftfeuchtigkeit sollte in dieser Zeit mind. 70% haben. Dann liegt es dran, ob Du die Pflanzen wachsen lassen oder ob die Blüte gleich eingeleitet werden soll. Zum Wachsen lasse ca. 20 Std. Licht, zur Blüte 12 Std. Die Lampen sollten nun einen Abstand von 70 cm – 80 cm zu den Pflanzen haben. 1 – 2-mal die Woche wässern. Dabei drauf achten, dass die Blätter trocken bleiben, denn Wassertropfen wirken unter Licht wie ein Lupe und wie du dir vorstellen kannst ist das nicht förderlich.

Die Ernte

Der Höhepunkt eines jeden Grows ist unumstritten die Ernte. Wenn die Blüte sich dem Ende neigt, verfärben sich die feinen Haare an den Blüten bräunlich (je nach Plflanzenart). Warte, bis sich wenigstens 2/3 verfärbt haben, bevor Du mit ernte beginnst. Gib lieber etwas mehr Zeit auch wenn du es kaum erwarten kannst! Viele Grower machen immer wieder den Fehler, beim ersten Harzbesatz sofort zu schneiden. Das ist aber dann unreifes Weed, das grün schmeckt und knallt wie Petersilie. (findet man oft in Coffeeshops).
 
Merke: Die Gier ist ein Luder!!!
 
Vor dem Schneiden solltest Du dir bereits übers Trocknen Gedanken gemacht haben. Am besten spannst Du Schnüre oder Drähte in Deckenhöhe, an denen Du die sauber geschnittenen Pflanzen kopfüber aufhängst. Dann geht’s los. Ich habe immer zu zweit oder zu dritt geerntet. Einer schneidet die Pflanzen und entfernt vorab die größten Blätter. Die beiden anderen übernehmen dann das Maniküren.

 
Du wirst feststellen, dass sich beim Schneiden reichlich Harz auf den Scheren ansammelt. Du kannst das Harz des Öfteren abkratzen und sammeln. Nach einer Stunde kann man dann schon mit dem gesammelten Harz eine Tüte drehen, um die Qualität vorab zu checken. Aber Vorsicht, das Zeug haut wie der Teufel rein.

 
Ab da wird dann äußerst lustig. Nach ca. 3 Std. kommt der ultimative Flash, denn die freigesetzten ätherischen Öle, sowie das Harz an den Fingern machen so elendig dicht, wie man es vom Rauchen kaum gewöhnt ist. Ich habe mal mit meinen Kumpel in gut 7 Std. 120 „Damen“ geschnitten. Wir waren beide ca. 36 Stunden glücklich.

 
Achte drauf, das immer was Süßes bereit steht, das hebt im Bedarfsfall den Blutzuckerspiegel und bringt Dich wieder etwas runter. Wenn das Feld abgeerntet ist, deckt Ihr es mit Folie ab. Dann hängt Ihr die Pflanzen auf. Getrocknet wird grundsätzlich im Dunkeln bei einer Temperatur von ca. 17 °, bei einer Luftfeuchtigkeit von 50%. Das dauert je nach dicke der Buds 8 – 10 Tage. Dann die Buds von den Stielen schneiden und ausgebreitet noch 1 – 2 Tage nachtrocknen lassen.
 
So, ich denke das war`s zum Thema Indoor-Growing!

 

Wenn Du dich entscheidest, diese Anleitung zu verwenden, beachte bitte das Gestz wo du Lebst, in manchen Ländern ist der Anbau usw. Illegal!! Ich möcht niemand dazu Verleiten eine Straftat zu begehen!!

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